Was bisher geschah …

Eigentlich wollte ich nie schreiben. Schon in der Schule konnte niemand meine Handschrift lesen, auch ich selbst nicht. Irgendwann kam ich mal auf die Idee, Druckbuchstaben zu benutzen, danach ging es einigermaßen.

Spulen wir mal einige Jahre (besser Jahrzehnte) vor. Inzwischen hatte ich das 10-Finger-Schreiben auf der Schreibmaschine (ja, ja, noch mechanisch) gelernt. Da konnte ich dann plötzlich richtig viel Text produzieren.

Als das Ganze dann mit Computern anfing, lief es noch besser. Ich tippte so ungefähr 250 Anschläge pro Minute. Für einen Job als professionelle Schreibkraft vielleicht etwas zu wenig, aber für meine eigenen Zwecke ideal. So begann ich dann irgendwann Fachartikel und Fachbücher zu schreiben.

Im Laufe der Zeit fand ich das Produzieren von Fachliteratur auf Dauer doch recht langweilig. Seit der Kindheit hatte ich mich für Science-Fiction interessiert. In meinem Bücherregal stehen heute immer noch die Taschenbücher, die ich als Jugendlicher auf dem Reste-Büchertisch bei Karstadt für wenig Geld gekauft hatte. Denn viel Geld hatte ich damals nicht.

Zwischenzeitlich hatte ich dann mal versucht, auch mit dem Schreiben von Kurzgeschichten anzufangen. Dabei hatte ich mich erstmal auf die Beteiligung in Schreibforen konzentriert. Schließlich konnte ich mir nicht vorstellen, dass ich so gut Schreiben würde, dass es tatsächlich jemand lesen wollte.

Als introvertierter Mensch, der schon in der Schule keine Freunde hatte, fiel es mir nicht ganz leicht, mit der Kritik anderer Leute umzugehen. Schließlich war ich bereits als Kind immer derjenige, der im Sport als Letzter in die Mannschaft gewählt wurde. Ich glaubte nicht, dass irgendetwas Gutes dabei herauskommen könnte.

Nachdem ich die Kritiken in den Schreibforen doch einigermaßen gut überstanden hatte, fing ich an, tatsächlich meinen Schreibstil zu verbessern. Zumindest glaubte ich das.

Irgendwann in 2012 las ich von der Ausschreibung eines Magazins. Da suchte man nach Kurzgeschichten zum Thema »Phantastische Botanik – pflanzliches Leben in SF, Fantasy und Horror«, die nicht mehr als 20.000 Zeichen haben sollte. So entstand die Geschichte »Wildes Kraut«, die ich eingereicht hatte.

Die Betreiber des Magazins hatten versprochen, für jede Einreichung eine qualifizierte Kritik zu liefern. Da ich mich immer noch verbessern wollte, schien mir das eine ideale Gelegenheit. Leider tat sich dann lange Zeit nichts mehr. Nach zwei Jahren hatte ich schließlich nachgefragt. Offenbar waren dort so viele Einsendungen eingegangen, dass man nicht einmal die Zeit hatte, Absagen zu verschicken.

Ich mochte die Geschichte allerdings nicht wegwerfen, also habe ich sie in 2016 noch einmal hervorgekramt und überarbeitet. Da ich ja nun nicht in der Zahl der Zeichen beschränkt war, konnte ich einige Kapitel hinzufügen und so beschloss ich dann, die Kurzgeschichte im Sommer 2016 zu veröffentlichen.

So ist das Pseudonym »Kurt Beinwell« entstanden, der als Autor für das Buch angegeben ist. Es ist jetzt als Kindle eBook verfügbar und wurde nur wenige Male heruntergeladen, als ich es kostenlos angeboten hatte.

Werbung habe ich für das Buch allerdings nie gemacht. Ich kümmerte mich nämlich in der gleichen Zeit um die Vermarktung meiner Fachbücher, die ich unter meinem richtigen Namen veröffentlicht hatte.

Nachdem mir einigermaßen klar wurde, wie wichtig es ist, als Autor von seinen Lesern wahrgenommen zu werden, werde ich mich wohl etwas aus meinem Schneckenhaus herauswagen. So ist dieser Blog entstanden, in dem ich die weiteren Schritte dokumentieren will, die dann hoffentlich zu weiteren Kurzgeschichten und vielleicht sogar Romanen führen.

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